„Sich mit Ausdauer und Herzblut für kranke und alte Menschen einsetzen“

Positive Ergebnisse der Qualifizierungsmaßnahme „Nationale Expertenstandards und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflege einführen“
Der Diözesan-Caritasverband Bamberg hat in den Jahren 2005 bis 2007 gemeinsam mit dem Landes-Caritasverband an dem Projekt „Nationale Expertenstandards und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflege einführen“ teilgenommen. Insgesamt nahmen an den vier Kursen 68 Pflegekräfte teil; die Hälfte der Teilnehmer/innen kommt aus den stationären Einrichtungen der Altenhilfe in Altenkunstadt, Bamberg, Bayreuth, Bubenreuth, Burgkunstadt, Eggolsheim, Erlangen, Forchheim, Hallstadt, Herzogenaurach, Höchstadt an der Aisch, Hof, Hollfeld, Kronach, Neukirchen a. Br., Nürnberg, Röthenbach/Pegnitz, Scheinfeld, Wallenfels, Weismain sowie einem Haus der Diakonie in Coburg. Die andere Hälfte der Teilnehmer/innen kommt aus den ambulanten Einrichtungen und Sozialstationen der Altenhilfe in Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Bubenreuth, Coburg, Ebermannstadt, Forchheim, Fürth, Herzogenaurach, Hirschaid, Höchstadt, Hof, Hollfeld Kronach, Lichtenfels, Neunkirchen am Brand Neustadt/Aisch., Nürnberg, Röthenbach, Schnaittach und aus Steinwiesen. Die Kurse setzten sich jeweils aus neun Seminartagen zusammen, die sich über mehrere Monate verteilten. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Fortbildung wurde den insgesamt 68 Teilnehmern vom Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein ein Zertifikat ausgehändigt.
In den darauffolgenden Jahren 2007 bis 2010 wurden mehrere 3-Tagesfortbildungen angeboten, um die Einführung weiterer Expertenstandards zu unterstützen. Die Fortbildungen beschäftigten sich mit den Expertenstandards Dekubitusprophylaxe, Schmerzmanagement, Förderung von Harnkontinenz, Pflege von Menschen mit chronischen Wunden, Sturzprophylaxe und Ernährungsmanagement.
Die Teilnehmer/innen sollten durch die Maßnahme dazu befähigt werden, die Expertenstandards Schritt für Schritt in ihren Einrichtungen umzusetzen. Durch die einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit konnten Kosten bei der Einführung der Expertenstandards in der Pflege gespart werden und die Motivation gestärkt werden. Durch die Einführung konnte die Pflegequalität geprüft und wo nötig verbessert werden. So stellt der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) nach der Maßnahme und der Einführung der Expertenstandards immer wieder fest, dass die Umsetzung in den Einrichtungen gut gelingt. Durch die jahrelange Zusammenarbeit hat sich ein starkes Netzwerk professionell Pflegender gebildet. Auch nach der Maßnahme werden die Teilnehmer unterstützt von Frau Linke, Referentin des DiCV Bamberg und Fachkraft für Qualitätsmanagement, die auch individuelle Beratungen in den Einrichtungen durchführt. Frau Linke fasst den Erfolg der Maßnahme zusammen: „Die Teilnehmer haben in den 5 Jahren gezeigt, dass sie sich für professionelle Pflege einsetzen, sie leben und sich mit Ausdauer und Herzblut für kranke und alte Menschen einsetzen“.
Finanziert wurde die Maßnahme größtenteils von der Europäischen Union des Europäischen über ihren Sozialfonds. Die Fortbildung wurde auch von den Caritasverbänden Regensburg, München und Würzburg angeboten.