Auftakt Herbstsammlung 2026:Caritas eröffnet Herbstsammlung mit Gottesdienst in Nürnberg

Mit einem Gottesdienst in der Nürnberger Pfarrkirche St. Bonifaz eröffnete die Caritas in der Erzdiözese Bamberg die Herbstsammlung 2026. Domvikar Gerd-Richard Neumeier feierte die Heilige Messe, die vom Kreiscaritasverband Nürnberg-Stadt sowie durch eine Delegation des benachbarten Caritas-Kinder- und Jugendhauses Stapf vorbereitet worden war.
Unter den Gästen befanden sich Michael Endres, Diözesan-Caritasdirektor des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg, und Michael Schwarz, Caritasdirektor der Caritas Nürnberg, die sich zu Beginn der Messe beide mit einem kurzen Grußwort an die Gottesdienstteilnehmenden wandten. Darin wiesen Schwarz und Endres auf das breite Hilfs- und Beratungsangebot der Caritas sowohl in Nürnberg als auch in der gesamten Erzdiözese hin, welches auf Unterstützung angewiesen sei.
Nächstenliebe muss sich im Handeln zeigen
In seiner Predigt griff Neumeier das Gleichnis von den beiden Söhnen auf, die ihr Vater zur Arbeit in den Weinberg schickt. Ein Sohn sagt zunächst Nein, geht später aber doch; der andere sagt Ja und bleibt zu Hause. Diese Bild zeigt: Vor Gott zählt nicht allein, was ein Mensch sagt. Entscheidend sei, was aus dem „Ja“ werde. Denn: Ein „Ja“, dem keine Tat folge, bliebe leer. Ein Glaube, der nur von Nächstenliebe spricht, aber dem Nächsten nicht hilft, bleibt folgenlos, so Neumeier. Nächstenliebe müsse sich im Handeln zeigen – überall dort, wo Menschen Schutz, Begleitung und neue Chancen brauchen.
Als Beispiele nannte der Domvikar das Kinder- und Jugendhaus Stapf der Caritas Nürnberg sowie die vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V. betriebene Kinderschutzstelle in Thiès (Senegal), wo Straßenkinder Schutz und eine Perspektive erhalten. Er dankte allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Caritas für ihren Einsatz und ihr Engagement und rief die Gemeinde dazu auf, die Initiativen und Projekte der Caritas zu unterstützen.
Quartiersarbeit verbindet Generationen
Die Herbstsammlung steht unter dem Motto „Zusammen geht was. Quartiersarbeit verbindet Generationen“. Vom 28. September bis 4. Oktober 2026 bittet die Caritas um Spenden für ihre Quartiersarbeit in der Erzdiözese Bamberg. Spenden sind auch online über das Spendenformular der Sozialbank auf caritas-bamberg.de möglich.
Auch in der Quartiersarbeit praktizieren zahlreiche Ehren- und Hauptamtliche aktive Nächstenliebe: Für Jung und Alt schaffen sie Begegnungsmöglichkeiten in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld, in Nachbarschaften und Wohnvierteln, kümmern sich miteinander umeinander, stärken die gegenseitige Unterstützung, leisten aktiv Hilfe und fördern die Teilhabe von Menschen unterschiedlichen Alters. Das geschieht auf ganz unterschiedliche Art und Weise in insgesamt fast 50 Projekten, die sich auf die Erzdiözese Bamberg verteilen. Einen Überblick über die Caritas Quartiersarbeit bietet die Homepage qua-wiki.de.
Zum Abschluss des Gottesdienstes lud Neumeier gemeinsam mit dem Kreiscaritasverband Nürnberg-Stadt die anwesenden Gottesdienstteilnehmer im Rahmen einer „Agape“ (altgriech. für „Liebe“) zum Kennenlernen und zum Austausch bei Kürbissuppe und Brezn ein.