Aus kleinen Beträgen wird große Hilfe:Caritas-Restcent-Aktion unterstützt Arbeit für Menschen mit Suchterkrankungen

2025 kam eine Summe von 2.142,75 € Euro zusammen. Etwas mehr als die Hälfte davon übergab die Caritas jetzt an den Kreuzbund Diözesanverband Bamberg. Die Organisation setzt sich für Menschen mit Suchterkrankungen ein.
Großer Dank an die Caritas-Belegschaft
„Die Idee hinter der Restcent-Spende ist denkbar einfach: Einzelne Cent-Beträge fallen kaum ins Gewicht – gemeinsam ermöglichen sie aber eine wichtige Unterstützung“, sagte Michael Endres, Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg e. V. (DiCV Bamberg), im Rahmen der Restcent-Spendenübergabe am Mittwochnachmittag in der Bamberger Caritas-Zentrale. Diese Aktion sei beispiellos, so der Bamberger Caritas-Chef weiter. „Dass sich so viele Beschäftigte beteiligen, zeigt, wie viel Solidarität und gesellschaftliche Verantwortung in einer kleinen Geste stecken können“, lobte Endres das Engagement der Caritas-Belegschaft. „Dafür möchte ich mich persönlich und Namen der Caritas bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Caritas-Zentrale in Bamberg ganz herzlich bedanken.“
Kreuzbund erhält Großteil der Restcent-Spenden
Mit der Summe von 1.142,75 EUR kommt ein Großteil des Spendenerlöses der Arbeit des Kreuzbund Diözesanverbandes Bamberg zu Gute. Die Organisation unterstützt insbesondere Menschen, die von einer Suchterkrankung betroffen sind. Sie bietet unter anderem Beratung, Begleitung, Prävention, ambulante Hilfen, Unterstützung bei der Stabilisierung und beim Weg aus der Abhängigkeit an. Auch Angehörige und das soziale Umfeld der Betroffenen können auf Unterstützung des Kreuzbundes zurückgreifen.
„Suchterkrankungen können jeden treffen“
Der Kreuzbund bedankte sich bei der Caritas-Belegschaft und betonte die Bedeutung der Spende: „Suchterkrankungen können jeden Menschen treffen und wirken sich häufig auf das gesamte soziale Umfeld aus. Hilfe setzt deshalb nicht erst dann an, wenn eine Krise eskaliert. Beratung, Begleitung und ein verlässliches Gegenüber können entscheidend dazu beitragen, dass Menschen neue Perspektiven entwickeln. Die Spende hilft uns dabei, diese wichtige Arbeit zu leisten“, sagte Wolfgang Herion, Vorstandsvorsitzender des Kreuzbund Diözesanverbandes Bamberg.
Gegen Vorurteile und gesellschaftliche Ausgrenzung
Suchterkrankungen seien häufig mit Vorurteilen und gesellschaftlicher Ausgrenzung verbunden. Umso wichtiger sei es, Betroffenen mit Respekt und ohne Vorverurteilung zu begegnen. „Sucht ist keine Frage von Willensstärke oder persönlichem Versagen. Menschen brauchen Unterstützung, um den Weg aus der Abhängigkeit zu finden“, so Herion weiter. „Die Spende ist deshalb auch ein Zeichen dafür, dass wir Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht alleine lassen.“
Außerdem erhält die Caritas-Kinderschutzstelle in Thiès, Senegal, 1.000 EUR. Dort engagiert sich der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg e. V. seit 2024 für Straßenkinder. In der Schutzstelle erhalten Kinder u. a. Nahrung, Obdach und medizinische Versorgung. Darüber hinaus kümmern sich die Caritas und die Partnerorganisation enda Jeunesse Action vor Ort auch um die Rückführung der Kinder in ihre Familien und unterstützen junge Erwachsene bei unternehmerischen Initiativen.
Über die Restcent-Aktion:
Die Restcent-Spenden der Caritas zeigen, dass gesellschaftliches Engagement nicht immer mit großen Summen beginnen muss. Viele kleine Beiträge erzielen gemeinsam wirksame Hilfe. Bei der Restcent-Aktion verzichtet Beschäftigte freiwillig auf die Cent-Beträge ihres monatlichen Nettogehalts. Die jeweils kleinen Beträge werden gesammelt und jährlich für gute Zwecke gespendet, die per demokratischer Abstimmung ermittelt werden. Auf diese Weise entsteht aus vielen kleinen Beiträgen eine größere Spendensumme, die soziale Projekte und gemeinnützige Organisationen wirksam unterstützt.