Zum Inhalt springen

Caritas Jahreskampagne 2026:„Caritas verbindet Generationen.“

Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.
Unter dem Motto „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.“ startet die Caritas heute ihre bundesweite Jahreskampagne 2026.
Datum:
Veröffentlicht: 19.1.26
Von:
Enno-Jochen Zerbes

Die Caritas in Deutschland stellt das Jahr 2026 unter das Thema gelingender Generationenbeziehungen. Unter dem Motto „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“ werben Mitgliedsverbände und Einrichtungen der Caritas bundesweit das ganze Jahr über für ein Füreinander und Miteinander der Generationen: in Generationencafés und Lesepatenprogrammen, mit Jugendfreiwilligendiensten und Projekten der youngcaritas.

Generationen-Schuhpaare symbolisieren gelingendes Miteinander

Die Kampagne, deren Symbol zwei Schuhe eines Caritas-Generationen-Paars auf rotem Schuhkarton sind, wird mit Veranstaltungen in Passau, Freiburg, Dortmund und Schwerin eröffnet. Im Laufe des Jahres sollen bundesweit 10.000 Schuhpaare auf zu Generationenpyramiden gestapelten roten Schuhkartons die Begegnungsorte der Caritas sichtbar machen.

Beim Kampagnenauftakt in Passau sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa: „Wir wagen die Gegen-Utopie gegen die populäre Rede der unvermeidlichen Spaltungen. Wir machen die Realität des gelingenden Miteinanders von Alt und Jung als gesellschaftliche Superkraft sichtbar. Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind nur im Miteinander und Füreinander der Generationen zu bewältigen! Das gilt für den Klimawandel und die Folgen der Pandemie genauso wie für die Verteidigung unserer freiheitlichen Ordnung und für die Wahrung des sozialen Friedens.“

Fünf zentrale Forderungen

Der Deutsche Caritasverband stellt zum Kampagnenstart seine fünf zentralen Forderungen für einen starken Sozialstaat aller Generationen vor: Reformen der Sozialversicherungen, die das Vertrauen aller Generationen stärken; eine Familien- und Bildungspolitik, die allen Kindern und Jugendlichen gleiche Teilhabechancen bietet und gesellschaftliche Mitverantwortung fördert; die Schaffung von Begegnungsräumen und Stärkung des Ehrenamts; und eine nachhaltige Klimasozialpolitik.

„Für- und Miteinander von Jung und Alt“

In Dortmund eröffnet Dr. Susanne Pauser, Vorständin Personal und Digitales des DCV, die Kampagne bei einer Smartphone-Sprechstunde, bei der junge ehrenamtlich Engagierte Seniorinnen und Senioren bei der Nutzung von elektronischen Endgeräten helfen. „Füreinander und Miteinander von Jung und Alt ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Es geht nicht um eine Generationengerechtigkeit, für die jede Generation um ihr Stück des Kuchens kämpfen muss und jedes Opfer aufgewogen wird, sondern um die Bereitschaft, für die anderen Generationen einen Beitrag zu leisten. Diese Bereitschaft wächst auf dem Vertrauen, dass Hilfe und Unterstützung jedem zugutekommen, wenn er in Not ist,“ so Pauser.

„Jede Generation verdient faire Chance“

Dr. Oliver Müller, Vorstand Internationales, Migration und Katastrophenhilfe, weist beim Besuch einer internationalen Frauenteestube der Caritas in Schallstadt auf die internationale Dimension der Kampagne hin: „Jede Generation verdient faire Chancen - überall auf der Welt. Wo Krieg, Gewalt und politische Umbrüche das Leben bestimmen, verlieren Kinder ihre

Bildung, Mädchen ihre Zukunft und Familien ihre Stabilität – mit Folgen, die sich über Jahrzehnte fortsetzen. Menschen, die sich dort für Kinderrechte, Bildung und den Schutz von Frauen einsetzen, geben Hoffnung weiter – über Generationen hinweg.“

„Begegnung möglich machen“

Dr. Friedrich von Schönfeld, Vorstand Finanzen und Recht des DCV: „In einer Zeit, in der sich ganze Generationen in altershomogene, digitale Blasen zurückziehen, braucht es Sozialräume, in denen echte Begegnungen möglich sind. Freiwilliges Engagement ist ein starker Treiber solcher Begegnungen. Gefragt sind daher Angebote für alle Altersgruppen, die eine erneute Einbindung in die Gesellschaft ermöglichen.

„Ohne das Miteinander der Generationen geht es nicht.“

Michael Endres, Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg e. V., machte zum Kampagnenstart die regionale Sichtweise deutlich. „Ich freue mich sehr auf diese Kampagne“, sagte Endres am Montag in Bamberg. Seinen Worte zufolge sei einiges in Schieflage geraten. Er bedauere die Gräben, die sich in der letzten Zeit zwischen den Generationen auftun. „Von der einen Seite heißt es: ‚Wir zahlen, andere profitieren.‘ Von der anderen: ‚Wir haben unser Leben lang gearbeitet – und sollen uns jetzt rechtfertigen?‘‘ Solche Worte würden eher verschleiern, worum es im Kern wirklich gehe: um Solidarität, die freiheitlich demokratische Gesellschaften trage. „Die Wahrheit ist: Ohne das Miteinander der Generationen geht es nicht. Das setzen auch die Caritasverbände in der Erzdiözese Bamberg seit jeher um – z. B. in zahlreichen Angeboten und Projekte innerhalb der Quartiersarbeit“, sagte Endres.

Weitere Informationen und Material zum diesjährigen Jahresthema gibt es auf der Kampagnen-Seite des DiCV Bamberg sowie auf caritas.de/verbindet.