Caritas Bamberg-Forchheim übergibt Haus der Begegnung an VG Kirchehrenbach

Beeindruckendes Quartiersprojekt
Mit großem Respekt, Anerkennung und Dankbarkeit blickt Peter Ehmann, Vorstand des Kreiscaritasverbandes (KCV) Bamberg-Forchheim, auf die vergangenen Jahre zurück. In dieser Zeit wurde in Zusammenarbeit mit Quartiersmanagerin Anneliese Iser, die bereits im März 2024 feierlich verabschiedet wurde, ein beeindruckendes Quartiersprojekt entwickelt. Dabei entstanden in Kirchehrenbach, Leutenbach und Weilersbach viele neue Strukturen des Mitmachens, der Verständigung und der Zukunftsgestaltung. Auf fachlich fundierte Füße stellte der Caritasverband das Quartiersprojekt vor gut vier Jahren. So ließ der Verband im Jahr 2020 eine Sozialraumanalyse durchführen, die sich an alle in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) lebenden Bürgerinnen und Bürger richtete. Ziel der Studie war es, den tatsächlichen Bedarf an Begegnungsmöglichkeiten, an entlastenden Angeboten oder Formen der Unterstützung im Ehrenamt zu ermitteln.
Niederschwellige Entlastungsmöglichkeiten für Senioren
Als besonderen Erfolg hebt Ehmann die niederschwelligen Entlastungsmöglichkeiten für Senioren mit Unterstützungsbedarf hervor. Neben der Betreuungsgruppe, dem Gesprächskreis für pflegende Angehörige und den Selbsthilfegruppen konnten regelmäßige Kurse und Informationsveranstaltungen wie z. B. Sturzprophylaxe, Bewegungsangebote oder soziale Teilhabe durchgeführt werden. Fachvorträge zum Thema Pflegestützpunkt, zur Vorsorge oder die sehr gern angenommene IT-Sprechstunde für Senioren waren bürgernah, kostenlos und haben den Wünschen der Bevölkerung entsprochen. Die Aktivierung und Vernetzung von bürgerschaftlichem Engagement konnte über Kinder-stark-mach-Projekte, Mehrgenerationenprojekte, Leseaktionen mit der Schule, Schwerpunktthemen wie z. B. gesunde Ernährung erreicht werden. „Alle Initiativen wurden von einer großen Solidarität in der Bevölkerung getragen“, lobt Ehmann das Engagement der Menschen vor Ort. Das schließe auch die Helfergruppen-Koordination ein, die sich u. a. mit der Betreuung ukrainischer Geflüchteter befasste. Hier konnte Helferinnen und Helfern fachlich unter die Arme gegriffen und damit eine gelungene Integration der Menschen aus der Ukraine gewährleistet werden.
Vielfältige Begegnungsformate
Mit dem Begegnungszentrum übergibt der KCV der VG ein Haus, in dem vielfältige Begegnungsformate für alle Generationen stattfinden. Dazu zählen etwa das sehr beliebte VG-Café, die Mutter-Kind-Gruppen, Bilderbuchkino, Erzähltheater, Malkurse, Vereinssitzungen, Mitgliederversammlungen, Musiknachmittage, Filmvorführungen und vieles andere mehr. „Wir übergeben der Gemeinde damit ein sehr lebendiges und aktives, aber auch geordnetes Haus, so dass die VG dem Neu-Start unter ihrem Dach beruhigt entgegenblicken kann“, so Ehmann.
Haus der Begegnung eilt guter Ruf voraus
Die VG darf sich auf eine Immobilie freuen, der ein sehr guter Ruf vorauseilt. Denn das „Haus der Begegnung“ erhielt über die vergangenen Jahre einige Anerkennungen. Dazu zählt u. a. der Bayerische Innovationspreis „Zuhause Daheim“ der bayerischen Staatsregierung, mit dem das Quartiersprojekt für seine Arbeit im Bereich „Leben im Alter“ ausgezeichnet wurde. Im Haus der Begegnung wurden Selbstbestimmtheit, Würde und Teilhabe – die Königskriterien für ein gutes Leben im Alter – besonders gut umgesetzt, lobte Ulrike Scharf, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, in ihrer Laudatio.
Dank an verdiente Mitarbeiter und an die VG Kirchehrenbach
Mit der Übergabe des Hauses endete auch die Zeit einiger Mitarbeiter in Kirchehrenbach. Peter Ehmann bedankte sich bei Anneliese Iser, dies es zu einem neuen Projekt nach Baden-Württemberg zog. Dort ist sie mittlerweile wieder als Quartiersmanagerin tätig. Großen Dank sprach Ehmann auch Richard Hohnerlein, Hausmeister und Kümmerer für alle Fälle, aus. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Ehmann einen Caritas Rucksack an Hohnerlein, der zukünftig als Fahrer in einer Caritas-Sozialstation tätig sein wird.
Außerdem bedankte sich Ehmann im Namen der Caritas bei der VG Kirchehrenbach-Leutenbach-Weilersbach für die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren. „Ich wünsche der VG viel Erfolg, und dass sie hier in bzw. mit diesem Haus die großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit – dazu zähle ich zum Beispiel den demographischen Wandel, die Schließung von Pflegeeinrichtungen oder das Wegbrechen der sozialen Infrastruktur – bewältigt und mit Kreativität spürbare Akzente setzt.“